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Programm:

 

Tag 1| Freitag 17.07.2026
Anreise selbstorganisiert mit Ankunft am frühen Abend in der Weinschänke Rohdental
Adresse: Rohdental 20, in 31840 Hessisch-Oldendorf

Tag 2 |Samstag 18.07.2026
Nach dem Frühstück fahren wir nach Hessisch-Oldendorf zur Sammlung Grundmann (ca. 5 km), Am
Güterbahnhof 7 in 31840 Hessisch-Oldendorf

Tag 3 | Sonntag 19.07.2026
Nach dem Frühstück fahren wir nach Einbeck zum PS-Speicher (ca. 36 km), geplante Ankunft bei der
Schatzkammer um 10:30

Am Nachmittag individuelle Rückreise

 

 

Liebe Freunde der rotierenden Kolben,

hier nun ein kleiner Bericht von unserer Stammtisch-Ausfahrt nach Hessisch-Oldendorf (Sammlung Grundmann) und Einbeck (PS-Speicher) und für einige noch nach Alfeld zu den FAGUS-Werken (UNESCO-Welterbe) vom 17. bis 20. Juli 2026 mit fünf Ro80 und einem Nicht-Ro80 (immerhin ein Audi, das nächste Mal aber mit Ro80, lieber Til). 

 

Haupt-Teilnehmer waren (neben einigen Tagesgästen):

  • Joachim Lenz
  • Til Faßheber und Frau Susanne
  • Gunter Wieden und Sohn Stefan
  • Joachim Königsdorf (ein Gast und Ro80-Besitzer aus Goslar)
  • Aksel Wolfram
  • Eckhard Pohl
  • Wolfram Saretz
  •  

Am 17. Juli trafen wir uns am späten Nachmittag in der Weinschänke Rohdental, wo wir uns gegen Abend ein opulentes Mahl zugute kommen liessen und danach dort übernachteten.

 

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück fuhren wir nach Hessisch-Oldendorf zur einzigartigen VW-Oldtimer-Sammlung Grundmann, wo wir an einer angemeldeten Führung teilnahmen. Wie fängt man einen Text über die exzellente Sammlung Grundmann an? Vielleicht zunächst mit der Feststellung, dass es sich nicht um ein Museum handelt, denn feste Öffnungszeiten und Eintrittspreise gibt es nicht. Und eigentlich ist sie auch nicht nur eine reine Volkswagensammlung, schon weil sie durch eine einzigartige Kollektion von Autos der einstigen Berliner Firma Rometsch ergänzt wird. Also eher eine aus zwei Teilen bestehende Sammlung, deren gemeinsamer Nenner frühe Volkswagen sind. Es ist erstaunlich, welche Fundstücke Traugott Grundmann und sein Sohn Christian in den letzten Jahrzehnten zusammengetragen und selbst restauriert haben. Sorgsam zeitgenössisch dekoriert, haben die über 80 Autos in mehreren Hallen in einer kleinen Stadt des Weserberglandes eine neue Heimat gefunden. Und wer - wie wir - das Glück hat, von Traugott Grundmann persönlich empfangen zu werden, taucht mit ihm tief in die deutsche Automobilhistorie und die Seele des Volkswagens ein. Und nicht zuletzt sind es die Details der äußerst seltenen Exponate, die faszinieren. Dem Sammlungsgründer ist daher zuzustimmen, wenn er beiläufig anmerkt, dass man hier gut und gerne einen ganzen Tag zubringen könne. 

 

Der Rundgang startet mit der Firma Rometsch, der die "Grundmänner" eine eigene Halle gewidmet haben. Sie beherbergt die weltgrößte Sammlung dieser seltenen Autos. Dazu einige Fakten: Friedrich Rometsch, der zuvor bei der renommierten Firma Erdmann & Rossi tätig gewesen war, gründete im Jahr 1924 seine eigene Karosseriebaufirma, die bis zur Jahrtausendwende aktiv war. In dieser Zeit wurden außer Karosseriereparaturen für die unterschiedlichsten Auftraggeber Sonderaufbauten gefertigt und nebenbei schon 1942 erstmals in Deutschland elektrische Fensterheber konstruiert. Berühmt wurde Rometsch in den 1950er Jahren als Hersteller sportlich-eleganter Autos auf Käferfahrgestellen, nämlich mit den Modellen Beeskow und Lawrence. Johannes Beeskow, nach heutigem Sprachgebrauch der Designer des nach ihm benannten Modells, war wie Rometsch bei Erdmann & Rossi beschäftigt gewesen. 

 

Grundmann sen. hatte zu Rometsch und Beeskow guten persönlichen Kontakt und kann daher aus erster Hand berichten, wie es zu deren Zusammenarbeit kam, doch das dürfte hier zu weit führen. Jedenfalls fanden die formschönen Autos auf der Basis des Käfers in den 1950er Jahren sowohl als Coupé als auch als Cabrio bei der Prominenz, auch in den USA, Anklang. Prominente Besitzer eines Rometsch Beeskow waren Viktor de Kowa, Audrey Hepburn, Gregory Peck und Aenne Burda. Die Autos der beiden Letztgenannten befinden sich in der Grundmann-Sammlung. Und im ARD-Zweiteiler "Aenne Burda: Die Wirtschaftswunderfrau" (mit Katharina Wackernagel in der Hauptrolle) waren Fahrzeuge aus der Grundmann-Kollektion zu sehen. Anfangs bezog Rometsch die Käferfahrgestelle für seine Autos noch beim lokalen Volkswagenhändler. Doch mit wachsendem Erfolg des Beeskow missfiel dies dem Werk, schon wegen der Konkurrenz mit dem Eigenprodukt VW Karmann-Ghia, weshalb Wolfsburg einen Lieferboykott gegen Rometsch verhängte. Der damalige VW-Chef Nordhoff soll konstatiert haben, "Volkswagen ist eine Automobilfabrik und keine Chassisfabrik".

Für Rometsch war dies aber kein ernsthaftes Problem, da er sich nun Neufahrzeuge über Dritte besorgte oder seine Kunden bei ihm gleich ihren neuen Käfer zur Weiterverarbeitung abgaben. So hatte Rometsch die benötigten Fahrgestelle, doch die Karosserien waren übrig. Dazu zeigt Grundmann sen. ein von der Firma Rometsch aufgegebenes Zeitungsinserat mit dem Text: "Einige fabrikneue VW-Serien-Export-Karosserien Mod. 54, letzte Ausführung, preisgünstig abzugeben".  Dem Zeitgeist entsprechend, und wohl auch im Hinblick auf die US-Kundschaft, präsentierte Rometsch ab 1957 einen "amerikanisierten" Nachfolger des Beeskow, nämlich das Modell Lawrence mit Panoramascheibe. Doch 1961 endete die Automobilproduktion abrupt. Nicht aber mangels Nachfrage, sondern durch den Bau der Berliner Mauer. Der überwiegende Teil der Rometsch-Karosseriebauer stammte nämlich aus dem Ost-Berlin und stand somit plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Etwas ungewohnt mutet eine weitere frühe Kreation von Rometsch an: Die viertürige(!) Version des Käfers von 1952 auf verlängertem Chassis, welche in Berlin als Taxi eingesetzt wurde. Es ist das einzige in Europa erhaltene Exemplar.

In den Jahren 1951 bis 1953 entstanden bei Rometsch rund 30 solcher Taxis, später wurden bei Messerschmitt in Frankfurt noch weitere gebaut. Nette Anekdote am Rande: Das Dach des ausgestellten Käfertaxis zieren zwei Lampen, auf deren gelben Streuscheiben "Taxi" zu lesen ist. "Die Berliner nannten die Hungerlichter" weiß Grundmann zu berichten, denn: "Waren die Lichter eingeschaltet, stand das Taxi und der Fahrer konnte nichts verdienen". Automobilhistorisch bemerkenswert ist die Entstehungsgeschichte eines auf Rometsch zurückgehenden markanten Stilmerkmals, nämlich der Lanzette oder "Radpfeife" oberhalb der vorderen Radausschnitte. Diese gab es nämlich zuerst beim Beeskow und erst später bei den Mercedes SL-Typen der 1950er Jahre. "Sie verdanken ihre Entstehung allein dem Umstand, dass der TÜV nicht akzeptierte, dass die Räder aus der Karosserie ragten" klärt Grundmann auf. Und er berichtet auch, dass die Firma Rometsch unter strengster Diskretion Umbauten für den damaligen Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker fertigte, so zum Beispiel dessen Jagdwagen. Die "Rometsch-Halle" ist ansprechend mit einschlägigem Originalmaterial ausgestattet. Hierzu zählen der Schreibtisch des Firmenchefs und das originale Zeichenbrett mit Skizzen des Lawrence. Die Sammlung Grundmann verfügt ferner über die originale Werkstatteinrichtung von Rometsch sowie die Formen, auf denen die Karosseriebleche einst gedengelt wurden.

 

Alle ausgestellten Wagen von Rometsch sind entweder im exzellenten Originalzustand oder von den "Grundmännern" perfekt restauriert worden. So wundert es den Besucher nicht wirklich, dass das Beeskow Coupé von 1951 im letzten Jahr beim Concours d´Elegance in Amelia Island, Florida in seiner Klasse den ersten Preis gewonnen hat. In dieser Liga dürfte auch ein weiteres seltenes Exponat spielen, welches in einer anderen Abteilung ausgestellt ist: der Denzel 1300 von 1957, welcher sich in der Nachbarschaft einer Phalanx von Porsche Vierzylinder-Modellen befindet. Der mit einer knapp sitzenden Alukarosserie versehene Zweisitzer ist mit seinen 52 PS seinerzeit ein echter Sportwagen gewesen. Er ist perfekt proportioniert und erinnert etwas an den Porsche 550 Spyder. Manche Leser werden mit dem Namen Denzel vielleicht eher den BMW 700 assoziieren, denn der Österreicher hatte in Zusammenarbeit mit Michelotti jenen Kleinwagen initiiert, welcher die Zeit bis zum Erscheinen der "Neuen Klasse" von BMW rettend überbrückte. Das Spektrum der soeben erwähnten Porsche beginnt bei einem makellosen 356 Pre A -Coupé mit geteilter Frontscheibe von 1950, prämiert bei den Schloss Dyck Masterpieces 2019.

 

Eine weitere geräumige Halle enthält eigentlich alles Wesentliche zur Geschichte des VW Käfers. Wer hier automobile Grundlagenforschung betreiben will, wird fündig. Egal, ob Käfer, Bulli T1, Kübel-  oder Schwimmwagen- jedes Exponat hat eine Geschichte zu erzählen. Am bekanntesten ist wohl der bei Porsche handgefertigte Prototyp Nr. 6 des Brezelkäfers von 1938, den die "Grundmänner" in Litauen ("in der Nähe des früheren Königsberg") als Wrack ausfindig machten und erwarben. Wer den heutigen Zustand mit den Bildern vom Fundzustand des Autos abgleicht, kann ermessen, wie viel Arbeit und Sorgfalt in den Wiederaufbau geflossen sein müssen. Dies wurde mit dem Gewinn des Goldenen Klassik Lenkrads 2012 einer bekannten Oldtimerzeitschrift  für die "Restaurierung des Jahres" belohnt. Auch der Grundstein der Sammlung hat hier einen Ehrenplatz gefunden: Es ist ein Käfercabrio von 1957, welches Traugott Grundmann während seiner Zeit als Pilotenausbilder in den USA entdeckte und restaurierte. Und sodann - nach einer Tour von 6000 km quer durch die USA - mitbrachte. In dieser Abteilung steht ein Prototyp des Kübelwagens neben einem Käfer, der einst auf den NS-Ideologen Alfred Rosenberg zugelassen war, und gegenüber ist ein Volkswagenderivat zu sehen, welches als Schleppfahrzeug für Jagdflugzeuge eingesetzt wurde. Auch ein erstaunlich modern wirkender Wohnwagen, vor den der KdF-Wagen gespannt werden sollte, findet sich.

Ferner sind diverse Volkswagen zu sehen, die nach Kriegsende für das britische Militär zusammengebaut wurden - darunter einer speziell für das weibliche Militärpersonal. Und immer wieder entdeckt man interessante Details. So fällt etwa auf, dass einem Käfer der ganz frühen Nachkriegsproduktion aus Materialmangel die Scheinwerfer des Kübelwagens eingesetzt wurden. Mehrere Varianten eines offenen Käfer-Polizeiwagens der Nachkriegszeit finden sich ebenfalls. Und auch für Freunde des T1 gibt es viel zu entdecken: Etwa den älteste VW-Kombi der Welt von 1950, einen Sambabus von 1954 oder der älteste als Radiostation ausgebaute Bulli. Natürlich fehlt auch eine Reihe von Karmann-Ghias nicht. Neben mehreren des Typs 14 auch ein Prototyp des Typ 34 Cabrios, übrigens das letzte Projekt, an dem Johannes Beeskow beteiligt war, der seine berufliche Laufbahn als technischer Leiter bei Karmann beendete. Von diesem Auto waren bereits Verkaufsprospekte gedruckt. "Doch es ging nie in Serie, weil GM wegen der Ähnlichkeit mit dem Chevrolet Corvair Cabrio mit rechtlichen Schritten drohte" kommentiert der Sammler Grundmann.

 

Die Ausstellung umfasst auch ganz sportliche Volkswagen, neben einem Vertreter der Formel V etwa einen Käfer, der von 1973 bis 2014 ausschließlich als Rennfahrzeug unterwegs war. Natürlich darf in einer derartigen Sammlung auch kein Hebmüller-Cabrio fehlen. Ausgestellt ist das älteste noch erhaltene Exemplar Baujahr 1949 in schwarz-rot, die Nr. 5 von einst 696 gebauten Cabrios. Davor steht ein weiterer Leckerbissen, ein Cabriolet der Stuttgarter Firma Dannenhauer & Stauss von 1956. Das formschöne, von vorne etwas an den Porsche 356 erinnernde Auto ist eines von nur knapp 100 gefertigten Fahrzeugen, natürlich auf Käferbasis. Nach einem kurzen Blick auf einen Käfer 1303, der einst Götz George ("Horst Schimanski") gehörte, stehen wir am Ende des Rundgangs plötzlich in einem kleinen amerikanischen Diner und werden von Herbie, dem "tollen Käfer" mit der Nr. 53 und dem kalifornischen Nummernschild OFP 857, bekannt aus diversen Disney- Produktionen, verabschiedet. Natürlich ist auch das eines der 26 Originalfahrzeuge, die für Filmaufnahmen benutzt wurden.

 

Dann wurde es Zeit, sich zu verabschieden und bei Traugott und Christian Grundmann für die lehrreiche Führung durch die einmalige Sammlung zu bedanken. Hier würde man sich tatsächlich gerne einmal einen ganzen Tag aufhalten...

Danach ging es weiter entlang der Weser Richtung Holzminden, mit Abstechern und einer Fährüberfahrt. Wir hatten ja Zeit und rasten nicht. Die Übernachtung fand im Hotel Buntrock in Holzminden statt.

 

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging es weiter auf kleinen Landstrassen durch den Naturpark Solling nach Einbeck zum PS-Speicher. Der in Eigenschreibweise PS.Speicher geschriebene ist tatsächlich Europas grösstes Oldtimer- und Erlebnismuseum. 

Zuerst besuchten wir die sog. Schatzkammer, zumindesr diejenigen, die Eintrittskarten reserviert hatten. Seit über zwanzig Jahren bewahren einige Sammler ihre Fahrzeuge in einer Halle im Gebäude der heutigen Sammlung Motorrad des PS.SPEICHER in der Bismarckstraße gesichert auf. Seit 2023 machen sie diese Sammlung probeweise öffentlich zugänglich. Aktuell reiht sich neben die Marken Horch und Mercedes-Benz auch die Marke Maybach. Neben der Erlebnisausstellung im PS.SPEICHER und seinen fünf Sammlungen, stellt die SCHATZKAMMER den exklusivsten Meilenstein dar. In der neuen Ausstellung können Besucherinnen und Besucher historische und moderne Traumautos bestaunen, die in dieser Zusammenstellung einmalig sind. „Automobilbegeisterte können hier Fahrzeuge erleben, die sonst oftmals hinter verschlossenen Türen stehen. Eine so hochkarätige Sammlung zeigen zu können, freut uns für unsere Besucherinnen und Besucher.“, heisst es im Prospekt des Vorstands der STIFTUNG PS.SPEICHER. Zudem möchte der PS.SPEICHER seine SCHATZKAMMER in regelmäßigen Abständen um weitere Leihgaben anderer Sammler erweitern.

 

In dem historischen Gebäude lagerte einst Korn, heute sind im Einbecker PS.Speicher Zweiräder und Autos zu bestaunen. Mitmachstationen vermitteln die Geschichte der Mobilität auf lebendige Weise. Die Ausstellung zeigt mehr als 2.500 Exponate an insgesamt fünf Standorten in Einbeck. Neben der Hauptausstellung im historischen Kornspeicher zählen vier Depots zum PS.Speicher - eins für Lkw und Busse, für Kleinwagen, für Motorräder und für Automobile. Mit insgesamt 22.000 Quadratmetern Fläche ist der PS.Speicher das größte Oldtimer-Museum Europas. Zu sehen sind viele Raritäten. Darunter sind historische Fahrräder, Autos und Motorräder aus den Anfängen der Motorisierung, aber auch moderne Modelle. Zur Sammlung zählen so exklusive Stücke wie das erste Motorrad von Hersteller Hildebrand & Wolfmüller, der sich den Begriff Motorrad schützen ließ. Das Gefährt aus dem Jahr 1894 hat nur 2,5 PS und kam auf eine Höchstgeschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde. 

 

Interessant war auch die Gegenüberstellung von DKW F91 Sonderklasse-Cabriolet und dem zeitgleich gebauten Pendant IFA F9 aus der DDR.

Für viele war die Ausfahrt nach dem Besuch des PS.Speichers beendet und wir nahmen tränenreichen Abschied. Einige Unverdrossene (Eckhard, Joachim, Aksel und Wolfram) hingen allerdings  noch einen Tag dran. Nach einer Übernachtung im Panorama-Hotel und opulentem Frühstück am Montag-Morgen ging es nach Alfeld zum Besuch der Fagus-Werke, einem UNESCO-Welterbe. 

 

Das ab 1911 erbaute Fagus-Werk im niedersächsischen Alfeld zählt international zu den frühesten Beispielen moderner Architektur. Es ist das erste Fabrikgebäude, das der spätere Bauhaus-Gründer Walter Gropius – gemeinsam mit Adolf Meyer – realisiert hat. Bis heute werden seiner ursprünglichen Aufgabe folgend Schuhleisten im Fagus-Werk produziert. Fagus heisst aus dem Lateinischen übersetzt übrigens Buche bzw. Rotbuche, der Baum aus dessen Holz die Schuhleisten produziert werden.

 

Beauftragt wurde der damals noch unbekannte junge Architekt Gropius vom Fabrikgründer Carl Benscheidt. Er arbeitete zwar bereits mit dem erfahrenen Industriebau-Architekten Eduard Werner zusammen, dessen funktional stimmiger Entwurf für das Fagus-Werk ihm aber zu wenig zeitgemäß erschien. Gropius und Meyer überarbeiteten den bereits eingereichten und bewilligten Bauantrag von Werner hinsichtlich des äußeren Erscheinungsbildes. Benscheidt zeigte sich derart überzeugt davon, dass er für den weiteren Ausbau des Werks ganz auf das Büro Gropius setzen sollte.
 

Im Mittelpunkt des Ensembles steht das sogenannte Hauptgebäude mit seiner markanten großflächigen Glasfassade, die sich über drei Geschosse erstreckt. Der Bau kommt in den Eckbereichen, an denen zwei Glasbahnen aufeinandertreffen, ohne jede Stütze aus: ein absolutes Novum zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Möglich war das durch eine unsichtbar im Dachbereich der Ecke eingefügte Stahlverstärkung in dem ansonsten konventionell in Backsteinmauerwerk errichteten Gebäude.
 

Nicht nur das Hauptgebäude, das überwiegend Büros enthält, sondern auch die eingeschossige Werkshalle stellt sich als lichtdurchfluteter Arbeitsraum dar. Sowohl Benscheidt als aufgeklärter Fabrikherr als auch Gropius als sozial interessierter Architekt setzten sich für eine menschenfreundliche Arbeitsumgebung ein, die zu dieser Zeit alles andere als selbstverständlich war. Glas wird in der Folge für Gropius zum verheißungsvollen Baustoff einer neuen Zeit, sowohl in architektonischer als auch gesellschaftlicher Hinsicht. Seinen Höhepunkt in der Anwendung wird dieses Material im Werk von Gropius mit dem Dessauer Bauhausgebäude finden.
 

Seit 2011 zählt der aufwendig sanierte und modernisierte Gebäudekomplex zum UNESCO-Welterbe. Das Fagus-Werk ist die weltweit einzige Welterbestätte, in der bis heute produziert wird. Es ist täglich für Besucher geöffnet und bietet Führungen sowie Ausstellungen im firmeneigenen Besucherzentrum an.

 

Mit diesem Besuch ging aber auch für uns Unverdrossene die Ausfahrt zu Ende und wir machten uns mit drei Ro80 wieder Richtung Berlin und Leipzig auf den Weg. 

 

Ich denke, es waren wieder für uns alle unvergesslich erlebnisreiche Tage und wir danken unserem Joachim für die grossartige Organisation der Reise.

 

Bis zum nächsten Mal

 

Euer Wolfram

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Das 4. Rollende Museum findet am 29. August 2026 in Berlin statt. Es wird wieder ein Shuttle-Service zwischen dem Humboldt-Forum (ehem. Stadtschloß) und dem Technik-Museum in Kreuzberg durchgeführt.

 

Am 18. April 2026 um 11:00 Uhr fand der 8. Technik-Workshop unseres Stammtisches bei Ingrid und Dieter Adomeit in Netzeband, Am Sandkrug 1, statt. 
 

Teilnehmer des Workshops waren:

  • Dieter Adomeit
  • Reinhard Semler
  • Til Faßheber
  • Torsten Wick
  • Klaus Podgora und Sohn Mirko
  • Guido Ensing
  • Joachim Lenz
  • Oliver Thiel
  • Tom Mix
  • Aksel Wolfram
  • Reinold Wiemers
  • Arne Kunstmann
  • Harald Köhler
  • Jürgen Meyer
  • Wolfram Saretz

Die Agenda ist ja im Vorfeld mehrfach bekannt gegeben worden, im Wesentlichen haben wir uns daran gehalten:

 

 

  • Da das Wetter schön zu werden versprach machten wir zu Beginn wieder eine ca. 90-minütige Ausfahrt in die schöne Umgebung von Netzeband, diesmal aber nicht Richtung Rheinsberg, sondern Richtung Westen bis kurz vor Kyritz und am Ober- und Borker See vorbei über Herzsprung zurück nach Netzeband. Das war eine schöne Runde und hat allen sehr gefallen.

 

 

  • Zurück in Netzeband haben sich erstmal unsere neuen Mitglieder Reinhard Semler und Til Faßheber kurz vorgestellt, Reinhard war sogar mit seinem kürzlich erworbenen Ro80 da. Til´s resedagrüner Ro80 ist leider noch nicht fertig, wir hoffen ihn im Juli bei unserer Ausfahrt an die Weser bewundern zu können. Unser im Vorfeld angekündigtes langjähriges Mitglied Prof. Erik Spiekermann konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Netzeband kommen, was von uns sehr bedauert wurde. Im folgenden Technik-Teil sollte es dann um die praktische Anwendung unserer Ro80-Kenntnisse gehen, in dem wir wieder einen spielerischen Bewertungsparcour, allerdings in modifizierter Form durchführten. Jeweils in Zweier-Gruppen wurden die Ro80 von Reinhard Semler und Arne Kunstmann begutachtet und die Ergebnisse protokolliert. Die Ergebnisse werden jetzt ausgewertet und bei einem der nächsten Treffen präsentiert.

 

 

 

  • Zwischendurch gab Dieter ein kurzes Update zum Stand des Projektes    . Was hat es nun damit auf sich? Eingeweihte wissen ja sicher schon Bescheid, dass es sich dabei um ein Boot mit einem Wankelmotor, dem legendären Bootsmotor handelt. Eines dieser extrem seltenen Exemplare befindet sich ja in Netzeband und ein Konsortium von fünf Optimisten hat sich vorgenommen, "Dem Boot" wieder zu einem neuen Leben zu verhelfen.
  • Während der Ausfahrt und zwischendurch gab es natürlich wieder die Möglichkeit sich bilateral oder in kleinen Gruppen auszutauschen und so auch unsere neuen Mitglieder kennenzulernen.
  • Es gab natürlich in den Pausen auch die Gelegenheit sich an einem leckeren Süppchen, belegten Brötchen, Kaffee und Kuchen zu stärken, was durch Jürgen Meyer und Dieter wieder vorzüglich organisiert wurde.

Alle die an diesem schönen Tag teilgenommen und ihn mitgestaltet haben, werden ihn mit Sicherheit in angenehmer Erinnerung behalten. 

Seid bis zu den nächsten Veranstaltungen gegrüßt und bleibt gesund !
 

Wolfram

 

Der Ro80-Stammtisch Berlin-Brandenburg trifft sich am Donnerstag, den 26. Februar 2026 um 18:00 Uhr im Ristorante "Castagno" in Stahnsdorf, Wannseestr. 4 zum ersten Regeltreffen im Jahr 2026.

 

Zum Jahresabschluß treffen wir uns wieder am Donnerstag, 11. Dezember 2025 um 18:00 Uhr im Ristorante "Castagno" in Stahnsdorf, Wannseestr. 4. 

 

Protokoll der Ro80-Stammtischsitzung vom 11. Dezember 2025 im Ristorante "Castagno" in Stahnsdorf, Wannseestr. 4

Liebe Mitglieder des Ro80-Stammtisches Berlin-Brandenburg,
 

Liebe Mitglieder des Ro80-Stammtisches Berlin-Brandenburg,


am 11. Dezember 2025 trafen wir uns wieder um 18:00 Uhr im Ristorante "Castagno" in 14532 Stahnsdorf, Wannseestr. 4 zu unserem letzten Regeltermin im Jahr 2025. Es nahmen folgende Personen teil:

  • Dieter Adomeit
  • Eckhard Pohl
  • Joachim Lenz
  • Reinold Wiemers
  • Gunter Wieden
  • Torsten Tietze
  • Aksel Wolfram
  • Oliver Thiel
  • Jürgen Meyer
  • Andreas Müller
  • Harald Köhler
  • Wolfram Saretz

Folgende Themen standen auf der Agenda:

 

  • Rückblick auf das Jahr 2025
  • Ausblick auf das Jahr 2026
    • Themen, was wollen wir als Stammtisch in 2026 bewegen?
      • Möglichst zahlreiche Teilnahme an den Veranstaltungen des Clubs und an lokalen Events in der Region
      • Ausfahrten (ein- und mehrtägig)
      • Technikseminare bei Dieter Adomeit in Netzeband
      • Technische und organisatorische Themen in Zusammenhang mit dem "Boot" - Diese Themen werden zukünftig in einem gesonderten Thread behandelt

zu 1.)    Rückblick auf das laufende Jahr

  • Wir haben wieder regelmäßig alle zwei Monate unsere Regeltreffen absolviert, in der Regel immer am letzten Donnerstag eines jeden gerade Monats
  • Wir haben in unterschiedlichen Konstellationen an folgenden Veranstaltungen teilgenommen:
    • Das Wintertreffen 2025 in Oberschwaben fand vom 28. Februar - 03. März 2025 statt
    • Das 6. Technik-Seminar bei Dieter in Netzeband fand am 12. April 2025 statt
    • Am 27. April 2025 um 11:00 Uhr fand wie jeden letzten Sonntag im Monat das Oldtimertreffen am Olympiastadion, 14053 Berlin, Olympischer Platz 3 statt.
    • Am 1. Mai 2025, 10:00 bis 17:00 Uhr fand der Tag der Offenen Tür / Oldtimertreffen in 14641 Wustermark, Hauptstraße 10, Historische Kraftwagenhalle statt
    • Das Frühjahrstreffen mit Jahreshauptversammlung fand vom 01. - 04. Mai 2025 im Raum Mannheim/Heidelberg statt
    • In der Zitadelle Spandau wurden am 03. und 04. Mai 2025 wieder wie jedes Jahr Oldtimer präsentiert
    • Die Classic Days Berlin am Kurfürstendamm fanden vom 10. bis 11. Mai 2025 statt.
    • Die Werder Classics fanden am 17. und 18. Mai 2025 statt, diesmal in 14542 Werder Havel OT Plötzin, Lehniner Chaussee 19
    • Das Internationale NSU-Treffen in Cavallino bei Venedig fand vom 22. - 25. Mai 2025 statt
    • Die Oldtimer-Show in Linthe fand vom 08. bis 09. Juni 2025 (Pfingsten) statt.
    • Unsere mehrtägige Ausfahrt nach Leipzig fand vom 20. bis 22. Juni 2025 statt
    • Die 18. Potsdam Classic fand vom 02. bis 03. August 2025 statt
    • Das Lagerfest Pattendorf fand am 23. August 2025 statt
    • Am 30. August fand das 3. Rollende Museum statt
    • Am 06. September 2025 ab 10:00 Uhr fand ein Old- und Youngtimertreffen auf dem Gelände des Autohaus Berolina GmbH, Cicerostr. 34, 10709 Berlin statt.
    • Am 13. September 2025 wurde 100 Jahre Buckower Dreiecksrennen gefeiert.
    • Die sechste Auflage vom Klassiker im Kloster fand am 13. und 14. September 2025 in Lehnin statt.
    • Das Herbsttreffen des Clubs fand vom 2. bis 5. Oktober 2025 in Leipzig statt
    • Das 7. Technik-Seminar bei Dieter in Netzeband fand am 8. November 2025 statt
       

2.)   Ausblick auf das Jahr 2026
 

  • Themen, was wollen wir als Stammtisch in 2026 bewegen?
     
    • Möglichst zahlreiche Teilnahme an den Veranstaltungen des Clubs und an lokalen Events in der Region, von dene folgende bereits bekannt sind:
      • Wintertreffen im Raum Lübeck vom 13. - 16. Februar 2026
      • Retro Classics Essen vom Mi., 8. April - So., 12. April 2026
      • Frühjahrstreffen mit Jahreshauptversammlung in der Grafschaft Bentheim vom 30. April bis 3. Mai 2026
      • das "Oldtimer Open Air" am 02. und 03. Mai 2026 mit klassischen Fahrzeugen in der Zitadelle Spandau
      • Classic Days Berlin Kudamm vom 9. bis 10. Mai 2026
      • Die Oldtimer Show · auf dem Gelände des ADAC Fahrsicherheitszentrums in Linthe · Pfingsten 24. – 25. Mai 2026.
      • Internationales NSU-Treffen in La Roche-en-Ardenne, Belgien, Do., 11. Juni - So., 14. Juni 2026
      • Das "Rollende Museum" in Berlin, bekannt als Shuttle-Service mit Oldtimern während der Langen Nacht der Museen findet auch 2026 wieder statt, und zwar am 29. August 2026
      • Das Oldtimertreffen in Kloster Lehnin, bekannt als "Klassiker im Kloster", findet am 12. und 13. September 2026 statt
      • TECHNO CLASSICA SALON® in den Messehallen Dortmund von Donnerstag, 24. September bis Sonntag, 27. September 2026
      • Herbsttreffen vom 1. bis 4. Oktober 2026, Ort noch nicht bekannt
    • Ausfahrten (ein- und mehrtägig)
      • Hierzu hatte Joachim Lenz ja bereits einen Vorschlag gemacht:
        • Joachim hat uns schonmal ein paar Informationen zukommen lassen, was er sich als Ausfahrt ähnlich dem Leipziger Treffen 2025 im kommenden Jahr vorstellen kann:
          • Fahrt nach und Treffpunkt in Einbeck, wo sich ja der PS-Speicher befindet, Übernachtung im Panorama Hotel ( https://www.panorama-einbeck.de/ )
          • Rundfahrt an der Weser entlang nach Hessisch Oldendorf, Besuch der Sammlung von Traugott Grundmann ( https://automuseums.info/germany/grundmann-volkswagen-sammlung ) sollte die Ausfahrt wieder im Juni stattfinden, könnte das mit diesem Oldtimer Treffen kombiniert stattfinden: https://www.ho26.de/# , wenn nicht, kann ein Termin mit Traugott Grundmann vereinbart werden, da seine Sammlung nicht über Öffnungszeiten zugänglich ist; Rückfahrt als nette Landpartie über kleinere Straßen zurück nach Einbeck
          • Besuch der Sammlung PS-Speicher mit Sondertermin, zur Auswahl stehen das Magazin, die Kleinwagensammlung und die Lastwagen und Omnibusse
        • Joachim geht von 3-4 Tagen aus, die insgesamt dafür benötigt werden. Ein Oldtimer affiner Freund von mir wohnt in der Nähe von Einbeck in Wrisbergholzen und ist gerne bereit, sich bei der Detailplanung mit einzubringen. Da die Grafen von Görtz da auch ihre Domizile haben, kann eventuell auch ein Schlossbesuch und weitere Infos zu dem Autodesigner von Görtz (BMW 507 und Datsun 260 Z) als Programmteil mit aufgenommen werden.
      • Die Terminfindung wird sicher wieder kompliziert, sollten sich überhaupt genügend Interessenten finden. Im Monat Mai gäbe es drei Wochenenden, die man mit einem Feiertag kombinieren kann. Leider kommt es dann zu Kollisionen mit anderen Terminen:
        • 30. April - 3. Mai (kollidiert mit dem Frühjahrstreffen des Clubs)
        • 14. - 17. Mai (über Himmelfahrt)
        • 22. - 25. Mai (über Pfingsten, kollidiert mit Linthe)
      • Den mittleren Termin über Himmelfahrt könnte ich mir vorstellen. Schreibt doch einfach mal eure Meinung, auch mit Vorschlägen zu anderen Terminen und Zielen. Die Sache mit Montenegro, Albanien, ... steht ja auch immer noch im Raum.
    • Wir werden wieder (mindestens) zwei Technikseminare im Frühjahr und Herbst bei Dieter Adomeit in Netzeband durchführen

Weitere Themen:
 

  • Wir haben ein neues Mitglied im Stammtisch, Herrn Reinhard Semler, leider konnte er nicht am Treffen teilnehmen
  • Thomas Rossnagel bat mich, alle ST-Teilnehmer herzlichst zu grüßen

Jetzt bleibt mir nur noch allen Stammtisch-Teilnehmern und euren Familien eine schöne restliche Adventszeit, ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2026 zu wünschen, in dem wir uns hoffentlich gesund und in alter Frische wiedersehen werden, z.B. zum ersten Treffen am 26. Februar 2026.

Herzlichst 

Wolfram

 

Mit dem "Rollenden Museum" - einem Oldtimer-Shuttle-Service zwischen dem Deutschen Technikmuseum und dem Humboldt Forum – kann man sich einmal im Jahr durch die nächtliche Stadt chauffieren lassen.

Am Samstag, den 30. August nahmen Jean-Philippe Colas, Eckhard Pohl und Wolfram Saretz vom Ro80-Club International mit drei Ro80 am 3. Rollenden Museum in Berlin mit insgesamt 54 Oldtimern teil. Unser Beitrag bestand in einem Shuttle-Service zwischen dem Humboldt-Forum (wieder aufgebautes Stadtschloss) und dem Technik-Museum in Kreuzberg für die Dauer von fünf Stunden. Der Abend ist bis auf anfängliche massive Staus wunderbar und ohne größere Pannen (ein platter Reifen) verlaufen. Das 4. Rollende Museum findet am 29. August 2026 statt. Bei der Teilnehmerzahl ist noch Luft nach oben, es können durchaus 60 - 70 Fahrzeuge sein.

 

Unser diesjähriges Herbsttreffen führt uns nach Leipzig, mit Ausflügen in die Stadt und Umgebung. 

Als Ausgangspunkt und Übernachtungshotel dient das: 

GLOBANA Airport Hotel GmbH
Frankfurter Straße 4 
04435 Leipzig/Schkeuditz

 

Am diesjähriges Herbsttreffen nahm der Stammtisch Berlin-Brandenburg mit mehreren Ro80 teil.

 

Das erste Treffen im Jahr 2025 wird nicht im Ristorante Castagno in Stahnsdorf, sondern im Preuß. Landwirtshaus in der Flatowallee 23, 14055 Berlin (Charlottenburg) am 27. Februar 2025 um 18:00 Uhr stattfinden. Jürgen hat dort für uns unter "Ro80 Club" gebucht.

Bleibt erstmal bis zum kommenden Treffen gesund, 

Wolfram

 

Liebe Mitglieder des Ro80-Stammtisches Berlin-Brandenburg,

am 27. Februar 2025 trafen wir uns um 18:00 Uhr erstmalig im Preußischen Landwirtshaus in der Flatowallee 23, 14055 Berlin (Charlottenburg) zu unserem ersten Regeltermin im Jahr 2025. Es nahmen folgende Personen teil:

  • Jürgen Meyer
  • Eckhard Pohl
  • Klaus Podgora
  • Reinold Wiemers
  • Gunter Wieden
  • Aksel Wolfram
  • Harald Köhler
  • Andreas Müller
  • Torsten Tietze
  • Rolf Richter
  • Robert Wißmann
  • Wolfram Saretz

Zu unserer besonderen Freude konnten wir erstmalig in unserer Runde Robert Wißmann persönlich begrüßen. Robert berichtete vom Fortgang seiner inzwischen zwei Ro80-Projekte, welche aktuell leider stagnieren. Der Stammtisch hat seine Unterstützung angeboten, eine Fahrt zur Begutachtung in die östliche Uckermark lässt sich aber aus verschiedenen Gründen erst ab April, eher Mai 2025 realisieren. 
 

Im Hauptteil unserer Zusammenkunft ging es um die Planung der Aktivitäten des Stammtisches, vornehmlich die Festlegung  eines Termins für unser nächstes Technik-Seminar und die Ausfahrt nach Leipzig.

Dieter, der leider wie auch Joachim nicht persönlich teilnehmen konnte, schlug den 12. April oder den 10. Mai 2025 als Termin für das Technik-Seminar in Netzeband vor.  Wir haben uns auf den 12. April festgelegt, u. a. weil am 10. Mai die Classic-Days auf dem Kurfürstendamm stattfinden, an denen wir ja traditionell teilnehmen. Was wir uns für das Seminar vornehmen, werde ich in kleiner Runde abstimmen und Euch bekannt geben.
 

Joachim fragte in seiner Mail nach, ob denn als Termin für die Fahrt nach Leipzig auch Ostern möglich wäre. Dem wurde mehrheitlich aus persönlichen Gründen nicht zugestimmt getreu dem Motto: "An Ostern gehört Papa (oder Opa) mir", so dass erst ein Termin im Sommer in Frage kommt, da Joachim im Mai aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung steht. Wir haben uns nun auf das Wochenende um den Sommeranfang geeinigt, also so z.B. vom 20. bis 22./23. Juni 2025 für die Fahrt nach Leipzig. Die organisatorischen Details werde ich mit Joachim abstimmen und Euch rechtzeitig bekannt geben. Somit steht fest, dass es in 2025 zwei Events in Leipzig geben wird, im Juni vom Stammtisch und im Oktober das Herbsttreffen vom Club. Inwiefern wir diese Ausfahrt nutzen, um unser 40-jähriges Stammtisch-Jubiläum gebührend zu feiern, konnte aber noch nicht abschließend geklärt werden.
 

Wie jedes Jahr sollten wir auch zusätzlich wieder einen eintägigen Stammtisch-Ausflug einplanen. Vorschlag von Tom: "Wie wäre es mit Bad Belzig mit Baden in der Therme und Schwimm-Meister Aksel ?". Dieser Vorschlag wurde allerdings vom Schwimm-Meister Aksel kategorisch abgelehnt. Trotzdem wäre eine Ausfahrt in den Fläming zu erwägen; damit ist dieser Punkt noch offen.

Zum Abschluss berichtete Jürgen noch vom Besuch der Classic Motorshow in Bremen, was sehr informativ und interessant war.
 

Hier nochmal eine kleine Übersicht der anstehenden Termin:
 

  • Dieter schlägt für unser 1. Technik-Seminar in 2025 in Netzeband den 12. April 2025 vor, auf den wir uns geeinigt haben. Das Programm wird rechtzeitig bekannt gegeben.
  • Joachim und Dieter fragen, ob Ostern (18. bis 21. April 2025) als Termin für ein Stammtisch-Ausflug nach Leipzig in Frage kommen. Dieses wurde mehrheitlich abgelehnt. Die Fahrt ist im Juni geplant (s. unten).
  • Unser nächster Regeltermin am 24. April 2025 findet wieder im Ristorante "Castagno" in Stahnsdorf statt.
  • Das Frühjahrstreffen mit Jahreshauptversammlung findet vom 01. - 04. Mai 2025 im Raum Mannheim/Heidelberg statt, bitte auf den Club-Seiten informieren und ggf. anmelden!
  • In der Zitadelle Spandau werden am 03. und 04. Mai 2025 wie jedes Jahr Oldtimer präsentiert.
  • Die Classic Days Berlin am Kurfürstendamm finden vom 10. bis 11. Mai 2025 statt.
  • Die Klassikwelt Bodensee findet vom 16. - 18. Mai 2025 statt.
  • Das Internationale NSU-Treffen in Cavallino bei Venedig findet vom 22. - 25. Mai 2025 statt, bitte auf den Club-Seiten informieren und ggf. anmelden!
  • Die Werder Classics fanden zuletzt am 20. und 21. Mai 2023 statt; das nächste Oldtimertreffen ist für den Mai 2025 geplant, der Termin wird noch bekannt gegeben.
  • Die Oldtimer-Show in Linthe findet vom 08. bis 09. Juni 2025 (Pfingsten) statt.
  • Wir haben uns auf das Wochenende um den Sommeranfang (20. bis 22./23. Juni 2025) für unsere mehrtägige Ausfahrt nach Leipzig entschieden. Das Programm wird rechtzeitig bekanntgegeben.
  • Die 18. Potsdam Classic findet vom 02. bis 03. August 2025 statt - mit Übernachtung im FARMER Hotel in Basedow.
  • Das Lagerfest Pattendorf findet am 23. August 2025 statt, bitte auf den Club-Seiten informieren!
  • Am 13. September 2025 wird 100 Jahre Buckower Dreiecksrennen gefeiert. Es wird ein großes Programm geben, Organisator ist Lars Kagel: 0176 43019924. Nach meiner Kenntnis ist dieses Event bereits komplett ausgebucht!
  • Die sechste Auflage vom Klassiker im Kloster findet am 13. und 14. September 2025 in Lehnin statt.
  • Das Herbsttreffen des Clubs findet vom 2. bis 5. Oktober 2025 in Leipzig statt, bitte auf den Club-Seiten informieren!
  • Viele von Euch haben sich sicher von der abenteuerlichen Reise unserer Clubleitung nach Marokko inspirieren lassen. Man muss das ja nicht gleich kopieren, aber so etwas Ähnliches könnten wir als Stammtisch doch auch mal auf die Beine stellen. Möglich wären so Ziele in Südeuropa wie Kroatien oder Montenegro. Das Interesse ist da, aber realistisch ist das für das Jahr 2025 nicht mehr. Wir sollten uns das für 2026 vornehmen !!!

 

Unser nächster Regeltermin am 24. April 2025 findet wieder im Ristorante "Castagno" in Stahnsdorf statt, da das Separee im Preuß. Landwirtshaus an dem Tag nicht zur Verfügung steht.

Wir treffen uns aber schon vorher am 12. April 2025 zum Technik-Seminar in Netzeband, dazu werde ich aber wie gesagt nochmal separat mit Agenda einladen.
 

Seid bis dahin gegrüßt und bleibt gesund !
 

Wolfram

 
 

Liebe Mitglieder des Ro80-Stammtisches Berlin-Brandenburg, 

am 28. August 2025 trafen wir uns wieder um 18:00 Uhr im Preußischen Landwirtshaus in der Flatowallee 23, 14055 Berlin (Charlottenburg)  zu unserem Regeltermin im August 2025. Es nahmen folgende Personen teil:

  • Reinold Wiemers
  • Jürgen Meyer
  • Harald Köhler
  • Dieter Adomeit
  • Eckhard Pohl
  • Gunter Wieden
  • Wolfram Saretz

Wir hatten einen schönen Abend mit anregenden Diskussionen über verschiedenste Oldtimer-Themen, aber auch über die anstehenden Termine.

Am Samstag, den 30. August nahmen Jean-Philippe, Eckhard und ich mit drei Ro80 am 3. Rollenden Museum in Berlin mit insgesamt 54 Oldtimern teil; ich hatte ja darauf hingewiesen. Unser Beitrag bestand in einem Shuttle-Service zwischen dem Humboldt-Forum (wieder aufgebautes Stadtschloss) und dem Technik-Museum in Kreuzberg. Der Abend ist bis auf anfängliche massive Staus wunderbar und ohne größere Pannen (ein platter Reifen) verlaufen. Das 4. Rollende Museum findet am 29. August 2026 statt. Bei der Teilnehmerzahl ist noch Luft nach oben, es können durchaus 60 - 70 Fahrzeuge sein.

Am Sonntag, 31. August war ich mit meinem Ro zum Treffen am Olympia-Stadion, welches erstaunlich gut besucht war; von unserem Stammtisch war Oliver mit seinem Mazda RX-7 ebenfalls dort. Wir haben wieder nette neue Leute kennengelernt. 

 

Ich möchte nochmal auf das Jubiläum "100 Jahre Buckower Dreiecksrennen" am 13. September hinweisen. Unser Stammtisch wird dort gut vertreten sein, Dieter, Eckhard und ich fahren auf jeden Fall den Rundkurs mit, Tom Mix ist ja sowieso dort, Jürgen und Joachim werden auch erscheinen. Leider überschneidet sich der Termin mit dem Treffen in Lehnin, welches aber über zwei Tage geht. Wer in Buckow teilnehmen will, kann dann ja noch am Sonntag nach Lehnin fahren, so wie Eckhard und ich das vorhaben.

 

Hier nochmal wie immer eine Auflistung der kommenden Termine:

 

  • Am 06. September 2025 ab 10:00 Uhr findet ein Old- und Youngtimertreffen auf dem Gelände des Autohaus Berolina GmbH, Cicerostr. 34, 10709 Berlin statt. Darauf haben uns unsere Kollegen von der NSU IG hingewiesen, mit denen Eckhard und ich auf dem Treffen in Linthe gesprochen haben.
  • Am 13. September 2025 wird 100 Jahre Buckower Dreiecksrennen gefeiert. Es wird ein großes Programm geben, Organisator ist Lars Kagel: 0176-43019924. Nach meiner Kenntnis ist dieses Event bereits komplett ausgebucht! Wie ich von Tom Mix hörte, soll es doch noch freie Plätze geben, inwieweit das noch aktuell ist, kann ich nicht sagen, einfach mal anrufen!
  • Die sechste Auflage vom Klassiker im Kloster findet ebenfalls am 13. und 14. September 2025 in Lehnin statt.
  • Das Herbsttreffen des Clubs findet vom 2. bis 5. Oktober 2025 in Leipzig statt, bitte auf den Club-Seiten informieren und anmelden!
  • Das nächste Regeltreffen des Stammtisches Berlin-Brandenburg findet am Donnerstag, den 30. Oktober 2025 um 18:00 Uhr vermutlich wieder im Ristorante "Castagno" in Stahnsdorf statt.
  • Ein Termin für unser nächstes Technik-Seminar in Netzeband wurde noch nicht festgelegt, ebenso die Agenda nicht; Themen von Euch werden gerne entgegen genommen!

 

Dies ist wie immer nur eine kleine Auswahl; im Internet könnt ihr euch über weitere Oldtimer-Aktivitäten informieren.

Seid bis zur nächsten Veranstaltung gegrüßt und bleibt gesund !
 

Wolfram

 

Liebe Mitglieder des Ro80-Stammtisches Berlin-Brandenburg,

am 8. November 2025 um 11:00 Uhr fand der 7. Technik-Workshop unseres Stammtisches bei Ingrid und Dieter Adomeit in Temnitzquell-Netzeband, Am Sandkrug 1, statt. 
 

Teilnehmer des Workshops waren:

  • Ingrid und Dieter Adomeit
  • Eckhard Pohl
  • Torsten Wick
  • Silvia und Klaus Podgora
  • Joachim Lenz
  • Oliver Thiel
  • Tom Mix
  • Aksel Wolfram
  • Reinold Wiemers
  • Arne Kunstmann
  • Achim Koch
  • Jürgen Meyer
  • Wolfram Saretz

Die Agenda ist ja im Vorfeld mehrfach bekannt gegeben worden:

 

 

  • Je nach Wetterlage ist zu Beginn wieder eine kleine Ausfahrt in die schöne Umgebung von Netzeband geplant.

 

 

  • Im Technik-Teil soll es dann um die praktische Anwendung der Kenntnisse gehen, die wir im 4. Technik-Seminar am 25. Mai 2024 im Vortrag von Andreas Müller über das Steuerventil der halbautomatischen Kupplung des Ro80 erworben haben, indem wir versuchen werden die Probleme, die Dieter mit der Kupplung eines seiner Ro80 hat zu identifizieren und wenn möglich zu beseitigen. 

 

 

  • Dieter wird im weiteren Verlauf wieder Fahrzeuge aus seinem umfangreichen Bestand präsentieren, aber diesmal speziell solche, die in nächster Zeit veräußert werden sollen. Vielleicht findet sich im Stammtisch ja der Eine oder die Andere, der/die Interesse am Erwerb eines der exklusiven Autos hat. 

 

 

 

  • Zum Abschluss wird es dann noch um ein ganz besonderes Thema gehen und zwar geht es um    . Was hat es nun damit auf sich? Eingeweihte wissen ja sicher schon Bescheid, dass es sich dabei um ein Boot mit einem Wankelmotor, dem legendären Bootsmotor handelt. Eines dieser extrem seltenen Exemplare befindet sich ja in Netzeband (leider im beklagenswerten, aber rettbaren Zustand) und wir wollen ausloten, ob und wenn ja wie wir "Das Boot" wieder zum Leben erwecken können. 

 

 

 

  • Vielleicht können wir am Rande auch noch darüber diskutieren, ob wir im Jahr 2026 mal eine größere mehrtägige Tour machen  wollen, Vorschläge dafür sind ja in der Vergangenheit vielfach gemacht worden. Das können wir aber auch bei unserem Jahresabschluss-Treffen vermutlich am 11. Dezember 2025 besprechen.

 


 

zu 1.)    Die Ausfahrt musste leider wegen des anhaltenden Nebels und des straffen Zeitplans der folgenden Tagesordnungspunkte entfallen.

zu 2.)    Dieter ging mit uns im Detail nochmal die Funktionsweise des Steuerventils durch, wobei er sich auf die wesentlichen Aspekte konzentrierte. Im praktischen Teil konnten wir nachweisen, dass die Funktionalität der halbautomatischen Kupplung in seinem Ro80 voll gegeben ist. Die beschriebenen Probleme kurz nach dem Start (Kratzen beim Einlegen des Ganges bzw. komplette Blockade des Schaltung) könnten durch ein kurzfristiges Festkleben der Kupplungsscheibe hervorgerufen werden. Dies muss sicher nochmal genauer untersucht werden, an mangelndem Unterdruck im System liegt es aber definitiv nicht. Es wurde außerdem darauf hingewiesen zum Test nicht den Rückwärtsgang zu verwenden, da dieser nicht synchronisiert ist und schon deshalb Kratzgeräusche hervorrufen kann.

zu 3.)    Im Folgenden stellte uns Dieter besonders zwei Lancia vor, die schon länger in seinem Besitz sind und neben anderen Fahrzeugen zum Verkauf stehen. Zum Ersten ein Lancia Fulvia in hervorragendem Zustand mit einem außergewöhnlichen 1,3l-V4-Motor mit einem Zylinderbankwinkel von ungewöhnlichen 11 °. Zum Anderen, wer es etwas komfortabler will, ein Lancia 2000 mit einem 2-Liter-Boxermotor, beide natürlich rostfrei und in exzellentem Zustand. Weiterhin zu bewundern gab es u.a. einen französischen Panhard 24 CT und den schon bekannten Lincoln Zephyr.

zu 4.)    Hierzu sind wir übereingekommen, dass der Stammtisch (bzw. Teile desselben) prüfen will, ob der im Boot verbaute Marine-Motor Ro 135, also ein modifizierter Ro80-Motor mit 135 SAE-PS wieder in Betrieb genommen werden kann, denn damit steht und fällt das ganze Projekt. Es hat sich nämlich in Gesprächen mit dem Club-Mitglied Sascha Scheben während des Herbsttreffens in Leipzig herausgestellt, dass die Gefahr besteht, dass eine unsachgemäße Ausserbetriebsetzung des Motors zu gravierenden Korrosionsschäden im Innern des Motors führen könnte. Leider wissen wir nicht, wie die ehemaligen Besitzer damals vorgegangen sind. Wer sich für diesen Motor interessiert kann sich hier einen Überblick verschaffen: 
https://share.google/IEGQpvRlVzw2b54LZ , Quelle: DEUTSCHES MOTORRAD MUSEUM. 

zu 5.)    Die Planung der Aktivitäten für das Jahr 2026 haben wir auf unser Weihnachtstreffen (Jahresabschusstreffen) im Dezember verschoben. Dieses findet nicht wie berichtet am 18. Dezember, sondern bereits am 11. Dezember 2025 wieder in Stahnsdorf statt, da einige Stammtisch-Teilnehmer am 18. 12. 25 nicht teilnehmen können. 

Hier zum Abschluss nochmal der Termin unseres nächsten Treffens:   Zum Jahresabschluss treffen wir uns wieder am Donnerstag, 11. Dezember 2025 um 18:00 Uhr im Ristorante "Castagno" in Stahnsdorf, Wannseestr. 4. 

Ich hoffe, dass viele von euch kommen können und wir uns am 11. Dezember wiedersehen !

Liebe Grüße

Wolfram

 
 

Teilnahme des Stammtisches Berlin-Brandenburg am Buckower Dreiecksrennen am 13. September 2025

von Wolfram Saretz

Am 13. September 2025 nahmen wir als Stammtisch Berlin-Brandenburg am Oldtimerrennen zur Erinnerung an das Buckower Dreiecksrennens in der Märkischen Schweiz teil, welches vor genau 100 Jahren erstmals durchgeführt wurde.

Die Buckower Dreiecksrennen fanden tatsächlich von 1925 bis 1928 statt und wurden nach einem tödlichen Unfall im Jahr 1928 eingestellt. In diesem Zeitraum gab es Straßenrennen für Motorräder, Gespanne und Automobile auf einem temporären Straßenkurs. Der 12,5 Kilometer lange Dreieckskurs führte als Rundstreckenrennen mit Start und Ziel nördlich des Strandhotels Buckow mit „straffer Steigung“ über schwierige Doppelkurven über die Bollersdorfer Höhe bis zur Landstraße Prötzel-Müncheberg (Bollersdorfer Kreuzung). Rechtwinklig ging es hier nach links und ein „schlechtes Pflasterstück“ durch den Wald nach Buckow zurück. Dessen Ortsstraße stellte hohe Anforderungen an die Fahrer. Der ADAC und die Stadt Buckow (Märkische Oderland) nutzten die hervorragenden territorialen Gegebenheiten und führten erstmals 1925 ein Rennen durch. Die Strecke mit schönen Serpentinen, langen Geraden und großen Höhenunterschieden luden ein, neueste Fahrzeuge auf Höchstleistungen zu testen. Schon 1928 endeten die Rennen mit dem tragischen Tod der Rennfahrer Huldreich Heusser und Otto Feldmann. Zu Ihren Ehren hat die Stadt Buckow und der ADAC bereits 1928 einen Gedenkstein an der alten Reichsstraße 168 errichtet. 

97 Jahre später fand nun zur Erinnerung an das 100. Jubiläum ein Oldtimerrennen als Begegnungsfahrt statt. Mit dabei - selbstverständlich - auch der Stammtisch Berlin-Brandenburg des Ro80 Club International. Mit unterschiedlichen Startnummern und unserem Mitglied - und Bürgermeister der Stadt Buckow - Tom Mix mit der Nr. 7 gingen wir auf die Strecke. Die Faszination der Rennstrecke erschließt sich einem sofort und so war es ein unvergessliches Erlebnis für uns dabei zu sein, wobei jedes Fahrzeug die gesamte Strecke dreimal absolvieren musste.

Besonders berührend war für uns die Niederlegung eines Kranzes am Gedenkstein (siehe Foto) zur Erinnerung an die beiden verstorbenen Fahrer. Hierzu wurde sogar die vielbefahrene Bundesstraße für 20 Minuten gesperrt! Die Gemeinschaft des Tages mit anderen Oldtimer-Fahrern - darunter ein Mercedes SSK von 1928 - war spürbar, denn die Liebe zum alten Blech ist universell. Herzlichen Dank an die Stadt Buckow und den Hauptorganisator Lars Kagel für ein einzigartiges Erlebnis.

 
 

Am 10. und 11. Mai 2025 fanden wie jedes Jahr die Classic Days auf dem Berliner Kurfürstendamm statt. Wie jedes Jahr waren auch wir als Stammtisch Berlin-Brandenburg dort vertreten.  

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Ausfahrt des Ro80-Stammtisches Berlin-Brandenburg nach Leipzig vom 20. bis 22. Juni 2025

 

Am Wochenende um den Sommeranfang machte der Stammtisch Berlin-Brandenburg eine Exkursion nach Leipzig, welche von unserem Mitglied Joachim Lenz vorzüglich organisiert wurde.

Es nahmen Mitglieder mit drei Ro80, einem Mazda RX7 (natürlich mit Kreiskolbenmotor) und einem Citroen XM teil.

Nach individueller Anreise trafen wir uns am Freitag, 20. Juni gegen 14:00 Uhr in Leipzig auf dem Parkplatz in der Capastraße gegenüber des Capa-Hauses, welches wir besuchten. Das Capa-Haus ist eine der wichtigsten Leipziger Erinnerungsstätten an den Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg, aber auch an den Widerstand und die Befreiung 1945. Im April 1945 kam Robert Capa als US-amerikanischer Kriegsfotograf mit den Alliierten nach Leipzig. In der Jahnallee 61 (heute Capa-Haus) entstand seine weltbekannte Fotoserie »Last Man to Die«, die die letzten Kämpfe im Zuge der Befreiung Leipzigs durch US-amerikanische Truppen und den Tod des Soldaten Raymond J. Bowman am 18. April 1945 dokumentiert. Diese Fotoserie und ihre Entstehung stehen im Mittelpunkt der historischen Dauerausstellung »War is Over«. Das historische Gebäude wurde nach jahrzehntelangem Verfall durch eine bürgerschaftliche Initiative wiederentdeckt und im Zusammenwirken von Kommune, ehrenamtlichen Unterstützern, Museumsfachleuten und geschichtsbewussten Immobilienentwicklern gerettet. 

Gegen 16:00 Uhr fuhren wir weiter zur Classic-Lounge in der Arno-Nitzsche-Str. 27. Die Classic-Lounge ist eine Oldtimer-Werkstatt, die in einer ehemaligen DDR-Schwimmhalle vom Typ „Anklam“ eingerichtet wurde. Empfangen wurden wir von Christian Wolf, besser bekannt als Hans, der den „Laden“ mit Herzblut führt. Als echter Oldtimer, Baujahr 1974, kann er aus so mancher Erfahrung seines Lebensweges schöpfen, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen, um auf der richtigen Spur zu bleiben. Hier gab es zum ersten Mal Gelegenheit zu ausgiebigen „Benzingesprächen“.
 

Gegen 17:00 Uhr ging es weiter Richtung Völkerschlacht-Denkmal. 

Erbaut nach Entwürfen von Bruno Schmitz, beeindruckt das gigantische Denkmal durch seine rittergeschmückte Krypta, die fast zehn Meter hohen Kolossalfiguren in der Ruhmeshalle und die 68 Meter hohe Reiterkuppel. Der Weg durch den Fundamentbereich des Denkmalsriesen eröffnet spannende Einblicke in die monumentale Subkonstruktion des Bauwerks, ein Paradebeispiel moderner Ingenieurskunst aus der Frühzeit des Betonbaus. 

Zur Geschichte: Im Oktober 1813 tobte rings um die Leipziger Stadtmauern die bis dahin größte Feldschlacht der Menschheitsgeschichte. Napoleon und seine Alliierten auf der einen, die verbündeten Armeen Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens auf der anderen Seite rangen miteinander um das künftige politische Schicksal Europas. Der Sieg über Napoleons Streitmacht kostete bei Leipzig mehr als 90 000 Menschen das Leben, leitete aber zugleich das Ende der napoleonischen Ära ein. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts gelang nach einigen vergeblichen Versuchen der Denkmalsbau. Zum einhundertsten Jahrestag der Völkerschlacht am 18. Oktober 1913 wurde das gewaltige 91 Meter hohe Monument als größtes Denkmalsbauwerk Europas eingeweiht.
 

Gegen 18:30 Uhr ging es weiter zum Restaurant „Thiseas“ in der Holbeinstr. 28a in Schleußig. Das Thiseas“ ist ein griechisches Restaurant, welches sich teilweise auf einem Schiff, einem Nachbau einer griechischen Bireme auf der Weißen Elster befindet. Hier konnten wir es uns erstmal richtig gut gehen lassen und die gewonnenen Eindrücke sacken lassen. Danach wechselten wir auf die Dachterasse der ehemaligen Buntgarnwerke in der Holbeinstrasse 14 zum geselligen Beisammensein, wobei uns Joachim mit Bildern auf eine interessante Reise nach Zentralasien mitnahm, wo er sich mehrfach dienstlich aufhielt. Es hatten aber auch alle Teilnehmer die Gelegenheit, Bilder von sich mit Auto/Motorrad, als wir noch jünger waren, zu präsentieren. Das war ein sehr gelungener Abschluss des Abends!
 

Am Samstag, 21. Juni trafen wir uns nach dem Frühstück und individueller Anfahrt bei der Oldtimer-Werkstatt „Metzner Automobile“ in der Thüringer Straße 15. Marcus Metzner ist Mitglied im RO80-Club und fährt einen ´77er Ro80 in Resedagrün metallic. Gegen 10:30 Uhr begann ein Rundgang und die Besichtigung der Werkstatt und Sammlung incl. Benzingesprächen. 

Gegen 12:00 Uhr trafen wir uns zum Mittagessen in der „Baumwollspinnerei“, Spinnereistrasse 7. 

Ab 14:00 Uhr hatten wir Gelegenheit zum Rundgang über das Gelände der Baumwollspinnerei und zum Besuch der Galerien, u.a. „Eigen+Art“ mit neuen Bildern von Neo Rauch und Rosa Loy „Stille Reserve“. 

Ab 16:30 Uhr ging es weiter zum MS „Weltfrieden“ am Stelzenhaus in der Industriestr. 85 zu einer kleinen Tour über die Kanäle Leipzigs. Das Fahrgastschiff MS „Weltfrieden“ wurde im Jahre 1945 in Parchim als Küstenwachboot gebaut, damals noch mit einem genieteten Stahlrumpf.
Ende der 1950er Jahre wurde es durch den privat geführten Bootsverleih am Auensee – Lunapark – nach Leipzig überführt und als Fahrgastschiff auf dem Auensee betrieben. Mindestens seit 1963 stand das Schiff im Eigentum des VEB Städtische Bäder der Stadt Leipzig. Die Stadt Leipzig hat es 1990 außer Betrieb genommen, bis 1994 lag es auf dem Auensee. 1994 verkaufte das städtische Bäderamt das Schiff für DM 250,00 an ein Ehepaar aus Brandenburg, das es wiederum einem eigens gegründeten Förderverein schenkte. Seit Pfingsten 1998 hat das Schiff seinen Betrieb, nun auf dem Karl-Heine-Kanal, wieder aufgenommen. Das Schiff wurde ursprünglich seit Anfang der 1960er Jahre von einem Zweitakt-Gegenkolben-Dieselmotor vom Typ Junkers HK 65 aus dem VEB Dieselkraftmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt angetrieben. Seit der Saison 2007 wird das Schiff nunmehr mit einem 48V-Drehstrommotor batterie-elektrisch angetrieben.

 

Dr. Karl Erdmann Heine (1819-1888), geboren in Leipzig, studierte hier Jura und Volkswirtschaft und begann schon in jungen Jahren als Unternehmer mit Bodenspekulation einiges Vermögen zu erwirtschaften. Das versetzte ihn Mitte des vorigen Jahrhunderts in die Lage, seine Kanalpläne eigenständig in die Tat umzusetzen. Dabei ging es um eine Verbindung der zuvor schiffbar gemachten Elster zur Saale für Schiffe mit einer Tragfähigkeit bis zu 150 t. 1856 begannen die Schachtarbeiten an der Nonnenstraße. Insgesamt mußten elf Brücken für Straßen gebaut werden, weitere drei für die Eisenbahn. Die tiefsten Ausschachtungen betragen 14m an der Zschocherschen Straße. Die Grauwacke mußte z.T. durch Sprengungen und Handschachtungen ausgehoben werden. Zu dieser Zeit beschäftigte Heine etwa 500 Arbeiter. Der Aushub wurde zur Baulandgewinung benutzt, so für die heutige Sebastian-Bach-Straße, die Lessingstraße und die Waldstraße. Nach dem Tode Karl Heines (1888) baute die Westend-Baugesellschaft den Kanal langsam weiter. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ist dann die Kanalidee wieder aufgegriffen worden, 70% der ersten Ausbaustufe waren bis 1942 fertiggestellt worden, bis der Krieg die Fertigstellung endgültig verhinderte. 

Dies und noch vieles mehr erfuhren wir während der ca. 80-minütigen Fahrtdauer von unserem sehr gut unterrichteten Steuermann. 

Gegen 18:30 Uhr ging es weiter zu Joachims Segelclub am Kulkwitzer See westlich von Leipzig zum Schwimmen und anschließendem Grillen. Hier konnten wir in entspannter Atmosphäre den ereignisreichen Tag ausklingen lassen. 

 

Treffpunkt am Sonntag, 22. Juni war um 10:00 Uhr an der Galopprennbahn Scheibenholz. Um 10:30 Uhr ging es weiter in den Leipziger Süden, in das Neuseenland mit kurzen Stopps und Weiterfahrt bis Dreiskau-Muckern. Die Seen sind durch das Fluten von ehemaligen Braunkohle-Tagebauen entstanden. Ab 12:30 Uhr gab es einen kleinen Imbiss mit Suppe und/oder Kuchen und Erfrischungen im Gasthof Muckern. Muckern sollte ursprünglich noch vor der Wende wie viele andere Ortschaften dem Braunkohle-Abbau weichen, was aber buchstäblich in letzter Sekunde verhindert werden konnte. Die alten Dreiseithöfe und Fachwerkhäuser wurden denkmalgerecht und liebevoll saniert und geben heute dem Dorf seine Prägung. Durch Einhaltung der Ortsgestaltungssatzung haben sich die neuerbauten Häuser gut ins Dorfensemble eingefügt. Somit gehört Dreiskau-Muckern zu Recht zu Sachsens schönsten Dörfern. 

Die Rückreise verlief wieder für jeden individuell, wobei wir uns auf Empfehlung von Joachim für einen Weg über Belgern entschieden haben. In Belgern überquert man die Elbe mit einer Gierseilfähre. Eine Gierseilfähre (auch Gierfähre, Gierponte, Fliegende Brücke oder Fliegende Fähre genannt) ist ein Fährtyp, der zur Fortbewegung die Strömung des zu überquerenden Flusses ausnutzt. Sie ist eine niederländische Erfindung aus den 17. Jahrhundert. Der Pächter der Fähre staunte nicht schlecht, dass er an diesem Sonntagnachmittag zwei so exklusive Fahrzeuge nebst Besatzung als einzige Kunden transportieren durfte.

Bis hierhin hat uns unser hervorragender Exkursionsleiter Joachim noch begleitet. Hier trennten sich jetzt unsere Wege und wir mussten dankbar Abschied nehmen. 

Am Abend kamen alle Teilnehmer wieder wohlbehalten zu Hause an. Wir haben drei wunderbare Tage erlebt, angefüllt mit vielen unvergesslichen Eindrücken. 

 

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Liebe Mitglieder des Ro80-Stammtisches Berlin-Brandenburg,

am 24. April 2025 trafen wir uns wieder um 18:00 Uhr im Ristorante "Castagno" in 14532 Stahnsdorf, Wannseestr. 4 zu unserem Regeltermin im April 2025. Es nahmen folgende Personen teil:

  • Robert Wißmann
  • Eckhard Pohl
  • Joachim Lenz
  • Thomas Mix
  • Gunter Wieden
  • Aksel Wolfram
  • Oliver Thiel
  • Wolfram Saretz

Folgende Themen standen auf der Agenda:

  • Robert hatte ja schon beim letzten Mal über den Stand seiner Ro80-Projekte berichtet. Um ihn zu unterstützen, werden Eckhard, Aksel und ich ihn in der kommenden Woche besuchen.
  • Joachim berichtete über den Stand der Vorbereitung der Ausfahrt nach Leipzig um den 21. Juni herum. Joachim hat dazu schon mehrere Mails geschrieben, auch zu Hotel-Übernachtungen. Bis jetzt haben sich Aksel, Eckhard, Oliver, Wolfram und natürlich Joachim selber gemeldet. Hier nochmal der Hinweis, sich bei mir oder Joachim kurzfristig zu melden, wenn ihr Interesse habt, schon wegen Reservierungen, etc.
  • Eine weitere eintägige Ausfahrt ggf. nach Belzig wären am 06. oder 20. September möglich; auch darüber nochmal nachdenken!
  • Über Ziele einer mehrtägigen Reise ins europäische Ausland gehen die Meinungen noch sehr auseinander (westliche Ukraine, Italien, incl. Fähre von Genua nach Sizilien, Kroatien, Schottland) ... Da kann jeder noch seine Ziele hinzufügen!

Hier nochmal wie immer eine Auflistung der kommenden Termine:

  • Gestern waren Eckhard, Oliver und ich in der Zitadelle Spandau, Jürgen rief mich von der JHV des Clubs an.
  • Die Classic Days Berlin am Kurfürstendamm finden vom 10. bis 11. Mai 2025 statt (Zur Einfahrt ist die Classic Driver Card diesmal unerlässlich!)
  • Die Klassikwelt Bodensee findet vom 16. - 18. Mai 2025 statt.
  • Das Internationale NSU-Treffen in Cavallino bei Venedig findet vom 22. - 25. Mai 2025 statt, bitte auf den Club-Seiten informieren und ggf. anmelden!
  • Die Werder Classics finden am 17. und 18. Mai 2025 statt, diesmal in 14542 Werder Havel OT Plötzin, Lehniner Chaussee 19
  • Die Oldtimer-Show in Linthe findet vom 08. bis 09. Juni 2025 (Pfingsten) statt.
  • Wir haben uns auf das Wochenende um den Sommeranfang (20. bis 22./23. Juni 2025) für unsere mehrtägige Ausfahrt nach Leipzig entschieden. Das Programm wird rechtzeitig bekanntgegeben.
  • Thomas Günther hat eine gemeinsame Ausfahrt der Ro80 Stammtische Franken und Sachsen am 06. Juli 2025 in den voigtländischen Musikwinkel nach Markneukirchen organisiert. Sie besuchen das Musikinstrumenten-Museum, gehen gemeinsam Mittagessen und fahren eine kleine Tour nach Raitschin (liegt ganz kurz nach der ehemaligen DDR-Grenze in Franken) zum Kaffeetrinken. 
    Wenn jemand von Euch Interesse daran hat, kann er sich gern bei Thomas melden (E-Mail - Klick!).
  • Die 18. Potsdam Classic findet vom 02. bis 03. August 2025 statt - mit Übernachtung im FARMER Hotel in Basedow.
  • Das Lagerfest Pattendorf findet am 23. August 2025 statt, bitte auf den Club-Seiten informieren!
  • Am 13. September 2025 wird 100 Jahre Buckower Dreiecksrennen gefeiert. Es wird ein großes Programm geben, Organisator ist Lars Kagel: 0176 43019924. Nach meiner Kenntnis ist dieses Event bereits komplett ausgebucht!
  • Die sechste Auflage vom Klassiker im Kloster findet am 13. und 14. September 2025 in Lehnin statt.
  • Das Herbsttreffen des Clubs findet vom 2. bis 5. Oktober 2025 in Leipzig statt, bitte auf den Club-Seiten informieren!
  • Viele von Euch haben sich sicher von der abenteuerlichen Reise unserer Clubleitung nach Marokko inspirieren lassen. Man muss das ja nicht gleich kopieren, aber so etwas Ähnliches könnten wir als Stammtisch doch auch mal auf die Beine stellen. Möglich wären so Ziele in Südeuropa wie Kroatien oder Montenegro. Das Interesse ist da, aber realistisch ist das für das Jahr 2025 nicht mehr. Wir sollten uns das für 2026 vornehmen (s. oben) !!!

Dies ist wie immer nur eine kleine Auswahl; im Internet könnt ihr euch über weitere Oldtimer-Aktivitäten informieren.

So, jetzt wünsche ich euch erstmal eine schöne Woche !
 

Seid bis nächstes Wochenende auf dem Kudamm gegrüßt und bleibt gesund !
 

Wolfram

 

Liebe Mitglieder des Ro80-Stammtisches Berlin-Brandenburg,

am 12. April 2025 um 11:00 Uhr fand der 6. Technik-Workshop unseres Stammtisches bei Ingrid und Dieter Adomeit in Netzeband, Am Sandkrug 1, statt. 
 

Teilnehmer des Workshops waren:

  • Ingrid und Dieter Adomeit
  • Eckhard Pohl
  • Torsten Wick
  • Klaus Podgora
  • Harald Köhler
  • Oliver Thiel
  • Robert Wißmann
  • Aksel Wolfram
  • Wolfram Saretz

Wir hatten uns diesmal für einen etwas anderen Ablauf des Technik-Workshops entschieden, und zwar beginnend mit einer kleinen Ausfahrt in das schöne Umland von Netzeband, konkret nach Rheinsberg und Binenwalde, also eine ähnliche Tour wie schon im letzten November. Wir waren auch wieder am Rheinsberger Obelisken, einem Heldendenkmal im Park von Schloss Rheinsberg und am Kalksee in Binenwalde. Näheres dazu ist dem Protokoll vom November zu entnehmen.
 

Zuvor bekamen wir allerdings einen Crash-Kurs in Gewindekunde, vorgetragen von Torsten Wick. Wir haben also einiges über die Festigkeitsklassen von Schrauben gelernt, von Zugfestigkeiten und Streckgrenzen. Wir können jetzt also die Zahlen auf einem Schraubenkopf interpretieren, wenn dort z.B. "8.8" zu finden ist, bedeutet das Folgendes: 

  • Die erste Zahl steht für die Zugfestigkeit Rm und muß mit 100 N/(mm zum Quadrat) multipliziert werden, eine 8 bedeutet also 800 N/(mm zum Quadrat).
  • Die zweite Zahl steht für die Streckgrenze Re, hierbei muss die erste Zahl mit der zweiten Zahl und mit 10 N/(mm zum Quadrat) multipliziert werden, eine 8.8 bedeutet also 640 N/(mm zum Quadrat).

Torsten ging dann noch auf diverse andere Aspekte der Gewinde- und Schraubenkunde ein, die ich hier alle gar nicht aufzählen kann. Vielen Dank nochmal dafür, Torsten!

Nach der Ausfahrt war es aber erstmal Zeit für eine Stärkung mit Dieters berühmter Linsensuppe und Kaffee und Kuchen. 
 

Danach gab es eine Besichtigung des Ersatzteillagers für Ro80 und andere Fahrzeuge von Dieter und Klaus, in dem man sicher fündig wird, wenn man mal was braucht.

Ursprünglich hatten wir vor, den geschredderten Motor von Andreas zu öffnen, aber da Andreas leider nicht teilnehmen konnte, haben wir (erstmal) darauf verzichtet. Es war trotzdem interessant, verschiedene Aspekte der Motorenentwicklung zu betrachten, so ging Dieter in einem kurzen Vortrag auf die unterschiedlichen Adapterplatten zwischen Motor und Getriebe beim Original, beim 871er und beim Umbau auf Ford-V4 ein. 

Desweiteren liess es sich Dieter wie immer nicht nehmen, uns einige seiner wunderschönen Autos vorzustellen, teils Neuerwerbungen, teils Rückführungen aus den Niederlanden, die dort zum Verkauf angeboten wurden, aber nicht veräußert werden konnten, was für uns ein Riesen-Glück war (für Dieter wahrscheinlich weniger). Ich möchte nur auf drei Exemplare kurz näher eingehen:

  • Da wäre zum Einen ein sehr exquisites Gefährt, und zwar ein Hotchkiss Anjou 2050, ein in der Schweiz restauriertes Juwel. Der Hotchkiss Anjou war ein Luxusauto, das der französische Autohersteller Automobiles Hotchkiss von 1950 bis 1954 angeboten hatte. Insgesamt wurden 5465 Fahrzeuge produziert. Das Auto kam im Herbst 1950 auf den Markt, und im ersten Jahr wurden 1.787 Exemplare produziert. 1951 produzierte das Unternehmen weitere 2.666. Die schwache Wirtschaftslage und die strenge Steuerpolitik der Regierung, insbesondere gegenüber größeren Fahrzeugen, sorgten dafür, dass 1951, zumindest gemessen an der produzierten Stückzahl, das beste Jahr für das Auto war. 1952 wurden 815 Exemplare hergestellt und 1953 nur noch 197. Der Wagen war als 1350er mit einem wassergekühlten Vierzylinder-OHC-Motor mit 2312 ccm und einem oder auf Wunsch zwei Vergaser oder als 2050 mit einem Sechszylinder-OHC-Motor mit 3485 ccm und 100/125 PS (1 oder 2 Vergaser) lieferbar. Mit zwei Vergasern war er bis zu 145 km/h schnell. Beide Autos wurden mit sogenanntem "klassischen" Viergang-Schaltgetriebe angeboten, aber sie waren auch mit einem optionalen elektromagnetischen Cotal-Getriebe erhältlich, das von einigen als Vorläufer moderner Automatikgetriebesysteme angesehen wird und das sich auch aufgrund seiner vier Vorwärts- und vier Rückwärtsgänge jederzeit von der Menge abgehoben hat. Ein Cotal- oder Vorwählgetriebe ist ein Handschaltgetriebe, bei dem der gewünschte Gang mit einem Schalthebel zunächst vorgewählt und dann bei Betätigung eines weiteren Bedienelementes, zum Beispiel eines Pedals, eingerückt wird, ohne dass gleichzeitig ein Kupplungspedal getreten werden muss. Die Kupplung wird nur zum Anfahren benötigt. 
     
  • Zum Zweiten war ein Aston Martin Lagonda zu bestaunen, also eine viertürige Limousine von Aston Martin, ein nicht minder exquisites Fahrzeug. 1969 ließ sich David Brown eine viertürige Limousine auf der Basis des DBS herstellen. Das war eine Karosserieversion, die im Design-Konzept von William Towns schon von Anfang an angelegt war. Das Fahrzeug wurde als Lagonda DBS V8 bezeichnet. Das Auto war bereits mit dem 5.3-Liter-Achtzylinder des DBS mit 283 PS (im DBS 350 PS) ausgestattet. Es blieb zunächst ein Einzelstück, bis 1974 das neue Aston-Martin-Management die Serienproduktion der Limousine aufnahm. Das Fahrzeug – nunmehr mit der Frontpartie des Aston Martin V8 – wurde unter dem Namen Aston Martin Lagonda verkauft. Der erste Aston Martin Lagonda war technisch eine viertürige Version des Aston Martin DBS. Während sich der DBS und sein Nachfolger, der nahezu baugleiche Aston Martin V8, in den frühen 1970er-Jahren erfolgreich entwickelten, stockte der Verkauf der Lagonda-Limousine, die bis 1975 insgesamt nur siebenmal gefertigt wurde. Die Limousine wird im englischen Sprachraum oft als The 4-Door V8 bezeichnet; die interne Entwicklungsbezeichnung lautet „EP230“. Der Motor, die Technik und auch das Basisdesign entsprachen dem des seit 1969 angebotenen DBS bzw. des V8 Series 3; allerdings war der Radstand um 30,5 Zentimeter verlängert und das Dach deutlich höher. Die hintere Dachlinie war ebenfalls neu. Der 5.3-Liter-Alu-DOHC-V8 mit vier Weber-Doppel-Fallstromvergasern (Typ 42 DNCF) wurde nicht wie im DBS mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe von ZF kombiniert, sondern mit einer müden Borg Warner 3-Gang-Automatik. Das war natürlich der Tatsache geschuldet, dass man hoffte, den Wagen hauptsächlich in den USA zu verkaufen. Während die Vorderräder klassisch an Querlenkern geführt werden, wurde hinten eine aufwändige De-Dion-Achse verbaut. Die Automobilpresse kam nach Testfahrten mit dem ersten Aston Martin Lagonda zu zurückhaltenden Bewertungen. Das Handling, der Fahrkomfort sowie das Geräuschniveau des Motors und der Karosserie wurden bemängelt. Vor allem aber waren die Fahrleistungen in der Kritik. Das tragische Schicksal dieser exklusiven Limousine war nicht nur, dass sie immer im Schatten des DBS stand, sondern dass viele Exemplare im Alter als Ersatzteilspender für die viel höher gehandelten DBS herhalten mussten, da viele Teile gleich waren.
  • Als Drittes wäre ein Lancia Coupe zu erwähnen, welches sich in einem außergewöhnlichen Zustand präsentierte. Auch dieses Fahrzeug kam aus Holland zurück, da sich kein Käufer fand. Ich meine, es war ein Fulvia Sport, kann mich aber nicht so genau erinnern. Er ist mit einem kleinen V4-Motor ausgerüstet. Die Vorderräder werden oben an einer Querblattfeder geführt und gefedert. Die starre Hinterachse wird durch einen Panhard-Stab exakt geführt.

Der Tag hat uns allen wieder viel Freude bereitet und viel Erkenntnis gebracht. Ich möchte mich im Namen aller Teilnehmenden ganz herzlich bei unseren Gastgebern Ingrid und Dieter Adomeit bedanken. Netzeband ist eben immer eine Reise wert!

Weiterhin möchte ich auf unseren nächsten Regeltermin schon nächste Woche, am 24. April 2025 um 18:00 Uhr, jetzt wieder im Ristorante "Castagno" in Stahnsdorf, Wannseestr. 4, hinweisen. Wie ihr wisst, die Oldtimer-Saison beginnt und wir wollen uns vornehmlich darüber unterhalten, wie und wo wir uns als Ro80-Club und Stammtisch Berlin-Brandenburg präsentieren. Ein weiteres Thema wird unsere Ausfahrt nach Leipzig im Juni sein; Joachim wird teilnehmen können, so können wir alles besprechen. Das Separee des Preußischen Landwirtshaus in der Flatowallee 23 war leider ausgebucht, im Juni werden wir uns aber wieder dort am Olympia-Stadion treffen.

Hier nochmal wie immer eine Auflistung der kommenden Termine:

  • Am 27. April 2025 um 11:00 Uhr findet wie jeden letzten Sonntag im Monat das Oldtimertreffen am Olympiastadion, 14053 Berlin, Olympischer Platz 3 statt.
  • 1. Mai 2025, 10:00 bis 17:00 Uhr, Tag der Offenen Tür / Oldtimertreffen,14641 Wustermark, Hauptstraße 10, Historische Kraftwagenhalle
  • Das Frühjahrstreffen mit Jahreshauptversammlung findet vom 01. - 04. Mai 2025 im Raum Mannheim/Heidelberg statt, bitte auf den Club-Seiten informieren und ggf. anmelden!
  • In der Zitadelle Spandau werden am 03. und 04. Mai 2025 wie jedes Jahr Oldtimer präsentiert.
  • Die Classic Days Berlin am Kurfürstendamm finden vom 10. bis 11. Mai 2025 statt.
  • Die Klassikwelt Bodensee findet vom 16. - 18. Mai 2025 statt.
  • Das Internationale NSU-Treffen in Cavallino bei Venedig findet vom 22. - 25. Mai 2025 statt, bitte auf den Club-Seiten informieren und ggf. anmelden!
  • Die Werder Classics finden am 17. und 18. Mai 2025 statt, diesmal in 14542 Werder Havel OT Plötzin, Lehniner Chaussee 19
  • Die Oldtimer-Show in Linthe findet vom 08. bis 09. Juni 2025 (Pfingsten) statt.
  • Wir haben uns auf das Wochenende um den Sommeranfang (20. bis 22./23. Juni 2025) für unsere mehrtägige Ausfahrt nach Leipzig entschieden. Das Programm wird rechtzeitig bekanntgegeben.
  • Die 18. Potsdam Classic findet vom 02. bis 03. August 2025 statt - mit Übernachtung im FARMER Hotel in Basedow.
  • Das Lagerfest Pattendorf findet am 23. August 2025 statt, bitte auf den Club-Seiten informieren!
  • Am 13. September 2025 wird 100 Jahre Buckower Dreiecksrennen gefeiert. Es wird ein großes Programm geben, Organisator ist Lars Kagel: 0176 43019924. Nach meiner Kenntnis ist dieses Event bereits komplett ausgebucht!
  • Die sechste Auflage vom Klassiker im Kloster findet am 13. und 14. September 2025 in Lehnin statt.
  • Das Herbsttreffen des Clubs findet vom 2. bis 5. Oktober 2025 in Leipzig statt, bitte auf den Club-Seiten informieren!
  • Viele von Euch haben sich sicher von der abenteuerlichen Reise unserer Clubleitung nach Marokko inspirieren lassen. Man muss das ja nicht gleich kopieren, aber so etwas Ähnliches könnten wir als Stammtisch doch auch mal auf die Beine stellen. Möglich wären so Ziele in Südeuropa wie Kroatien oder Montenegro. Das Interesse ist da, aber realistisch ist das für das Jahr 2025 nicht mehr. Wir sollten uns das für 2026 vornehmen !!!

Dies ist wie immer nur eine kleine Auswahl; im Internet könnt ihr euch über weitere Oldtimer-Aktivitäten informieren.

So, jetzt wünsche ich euch erstmal ein schönes und geruhsames Osterfest!
 

Seid bis nächste Woche gegrüßt und bleibt gesund !
 

Wolfram


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