„Könntest du dir vorstellen, die Redaktion des Wankel-Journals zu übernehmen?“ Als Andreas diese Frage stellte, war ich momentan sprachlos. Gunter, Andreas und Heiko erläuterten mir Hintergründe, die nachvollziehbar waren. Den Hinweis auf mein fortgeschrittenes Alter ließen sie nicht gelten und brachten stattdessen meine Verlagserfahrung ins Spiel. „Dann mach´s bitte so lange kommissarisch, bis eine akzeptable Lösung gefunden ist.“ Da konnte ich einfach nicht nein sagen und darf mich also bei Ihnen als neuer Redakteur des Wankel-Journals vorstellen. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und abgeschlossenem BWL-Studium zog es mich in den 1970er Jahren in die Verlagsbranche. 1999 gründete ich einen eigenen Verlag, den ich beim Eintritt in den Ruhestand verkaufte. Bei einem der letzten Kundengespräche fiel beiläufig der Begriff „Ro 80“, setzte sich wie ein Ohrwurm in meinem Gedächtnis fest und rüttelte einen Jugendtraum aus dem Dornröschenschlaf wach. Zufall oder Bestimmung: Zwei Wochen später begegnete ich ihm auf einem Autobahnparkplatz im Original (Wankel-Journal 96 Seite 41). Es war der Clubkollege Klaus W. aus Baden-Württemberg, den ich auf dem Rastplatz kurz kennengelernt hatte: „Die Ro 80 gibt´s zu kaufen!“, meinte er, stieg ein und schnurrte im typischen Wankelsound inklusive Duftnote davon. Das hatte gesessen! Wenige Wochen später stand mein Jugendtraum vor der Garage.
Die Besonderheit eines Ro 80 erfährt der Besitzer bei Oldtimershows, auf dem Supermarktparkplatz, an der Tankstelle oder eben auf dem Autobahnrastplatz. Oft folgen interessierte Blicke und Gespräche. Genau so stolz wie auf unsere Fahrzeuge dürfen wir auch auf den Ro 80 Club und das Wankel-Journal sein. Mit vielfältigem und professionell gestaltetem Inhalt rangiert es in der Oberliga der Oldtimer-Clubzeitschriften. Es ist internes Kommunikationsmedium, Aushängeschild und Sprachrohr des Ro 80 Clubs. Ein großes Kompliment und Dankeschön an Heiko, den Vorstand sowie Erik Spiekermann und an alle, die daran mitgewirkt haben und das auch künftig tun werden. Aber auch an jene, die fleißig in die Computertastatur geklopft und Beiträge geliefert haben. Ich fühle mich geehrt, interimsmäßig meine Verlags- und Zeitschriftenkenntnisse für diese tolle Publikation reaktivieren zu dürfen. Denn der Ro 80 Club ohne Wankel-Journal – das geht gar nicht. Egal ob Technik, Historie, Aktuelles oder auch Kurioses – unser Clubmagazin zeichnet sich durch interessante Informationen aus, die sich um das Thema Kreiskolbenmotor drehen. Es wäre schön, wenn auch Sie dazu etwas beitragen können.
Jetzt aber zu dieser Ausgabe! Im Februar begleiteten frostige Kälte und Schneefall die Teilnehmer des Wintertreffens im Raum Lübeck. Einige Wochen später läuteten Stammtischleiter und Clubaktive die Ro 80-Messesaison ein: in Essen die Retro Classics, in Kassel die Technorama, in Chemnitz die Automesse und in Rennes (Frankreich) die Retromobile. Was die Trossinger Eisenbahn mit 40.000 Mundharmonikas zu tun hat, erfuhren Teilnehmer des Stammtisches Südbaden bei einer romantischen Mondscheinfahrt. Der Frankenstammtisch berichtet von seiner Ausfahrt und Detlef Frank von einem preußisch geregelten verkaufsoffenen Sonntag in Erding. Hochinteressant ist auch die von Pieter Jakobs zusammengestellte Multimediashow über NSU und insbesondere den Aufstieg und Niedergang des Ro 80. Aber das ist noch lange nicht alles, was diese Ausgabe zu bieten hat – entdecken Sie es selbst und blättern Sie in aller Ruhe durch. Noch etwas: die von Sascha Scheben, unterstützt von Steffen Hofmann, organisierte Jahreshauptversammlung in Bad Bentheim – ein tolles Ereignis, über das in dieser Ausgabe berichtet wird.
Herzliche, rotierende Grüße
Ihr Walter Till
Zwischenzeitlich habe ich erfahren (siehe Elektrik / Schaltplan für Tankanzeige), dass es ein Sieb am Tankgerät geben soll, wie Joachim ja auch geschrieben hat. Nur: wie sieht das aus, wo sitzt es und woher bekomme ich es?
Erstens muss ich mein Tankgerät ergänzen und zweitens die von mir hier eingestellten Fotos berichtigen.
Viel Dank im Voraus für sachdienliche Hinweise.